Krügerln vom Fließband: Das Schweizerhaus hat wieder offen

Das Kettenkarussell steht still, die Rolläden vor den Achterbahnen sind geschlossen, aus einem einzigen Ringelspiel dudelt Musik. Mitte März ist der Prater menschenleer und trostlos, nur im Schweizerhaus sitzen zwei Tage nach der Eröffnung schon Gäste bei Bier und Stelzen. In der Winterpause wurde das Schweizerhaus umgebaut und erweitert. In den Gasträumen werden nun die Werke eines Lichtkünstlers ausgestellt: Flaschen hinter Glas, Zapfhähne vor Spiegeln. „Die Metamorphose des himmelfahrenden Bierfasses“ nennt Besitzer Karl Jan Kolarik ein Fass, das unter einem Spiegel von der Decke hängt.

Eine weitere Neuerung: Die Bierkrüge werden nun auf einem Fließband gewaschen, in der laut Kolarik einzigen Krugwaschmaschine Wiens. Obwohl im Schweizerhaus zur Zeit noch auf jeden Gast ein Angestellter zu kommen scheint, arbeitet auch der Kellner, der die Krüge mit Bier befüllt, wie am Fließband. Hinter ihm stapeln sich gut einen Meter hoch hunderte Tabletts voller Bierkrüge: Bei schönem Wetter haben im Schweizerhaus nach dem Umbau fast 2000 Gäste Platz.

Falter, 23.3.2011

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