“Menschen wie Sie haben keine Ahnung!”

Die Sexarbeiterin Josefa Nereus ist wütend: Sie findet das seit einem Jahr geltende Prostituiertenschutzgesetz verlogen. Der Hamburger Bundestagsabgeordnete Marcus Weinberg hat es mit auf den Weg gebracht. Er hält es für notwendig. Ein Streitgespräch.

Von Ruth Eisenreich und Luisa Hommerich

Vor einem Jahr ist das umstrittene Prostituiertenschutzgesetz in Kraft getreten. Marcus Weinberg, der frauenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, hat das Gesetz mit entwickelt, die Sexarbeiterin Josefa Nereus ist davon direkt betroffen. Weiterlesen auf Zeit Online

Die Zeit, 5. Juli 2018

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Könnte später werden

Pendler leiden, Urlauber sind genervt: Seit einem Jahr fahren die Züge nach Sylt verzögert oder gar nicht. Wieso kriegt die Bahn das nicht hin?

Um 6.12 Uhr ist die Hotelangestellte Martina Schulz noch zuversichtlich. Es ist kalt und finster auf dem Bahnsteig von Langenhorn in Schleswig-Holstein, aber dass ihr Handy noch nicht gepiepst hat, ist ein gutes Zeichen: Heute könnte der dritte Tag in Folge sein, an dem sie pünktlich zur Arbeit kommt. Im letzten Jahr hat sie das nur selten geschafft. Martina Schulz zündet sich noch schnell eine Zigarette an. Dann schallt eine abgehackte Frauenstimme über den Bahnsteig. Weiterlesen auf Zeit Online

Die Zeit, 7. Dezember 2017

 

Wo bleibt denn die Pflegerin?

Zeitmangel und Personalnot: Die Klagen über die Zustände in Hamburger Kliniken häufen sich. Wie geht es dort wirklich zu? Elf Mitarbeiter erzählen aus ihrem Alltag.

“Ich muss immer wieder Patienten in ihrem Stuhlgang liegen lassen. Medikamente werden vertauscht oder vergessen. Patienten bekommen Druckgeschwüre, weil sie falsch gelagert werden.” Pflegekraft im Poolteam in einem Krankenhaus eines Konzerns

“Ein Patient ist sturzgefährdet, also sagt man ihm, er solle nicht allein zur Toilette gehen. Dann muss er zur Toilette, er klingelt und klingelt, aber niemand hat Zeit. Dann geht er eben doch allein.” Pflegekraft auf der Überwachungsstation eines Konzern-Krankenhauses

“Ich persönlich habe Angst davor, irgendwann krank und auf Pflege angewiesen zu sein.” Pflegekraft auf der Intensivstation eines Konzern-Krankenhauses

Die Beschwerden über die Zustände in Hamburger Kliniken häufen sich: Gewerkschaften veranstalten Aktionen, um auf die Personalnot aufmerksam zu machen. Leser berichten der ZEIT von erschreckenden Erlebnissen. Was ist los an den Hamburger Krankenhäusern? Wir haben elf Pflegekräfte – sechs Frauen, fünf Männer – gebeten, uns aus ihrem Alltag zu erzählen. Sie sind 24 bis 62 Jahre alt. Sieben arbeiten bei großen Konzernen, eine in einem kirchlichen Krankenhaus, eine bei einer Stiftung, eine in einem öffentlichen Krankenhaus und eine in einem Zeitarbeitsunternehmen. Drei leiten ihre jeweilige Abteilung. Weiterlesen auf Zeit Online

Die Zeit, 16. November 2017

Gemeinsam mit meinem Kollegen Frank Drieschner habe ich einige Wochen später die Hamburger Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks zur Situation in den Krankenhäusern interviewt. Zum Interview

 

Kämpfen statt Jammern

In Deutschland gibt es die Freischreiber schon seit fünf Jahren. Jetzt kämpfen auch in Österreich freie Journalisten für bessere Arbeitsbedingungen

Susanne Wolf hatte mehrere Tage Arbeit in die Reportage gesteckt. Sie war ins Frauengefängnis Schwarzau im südlichen Niederösterreich gefahren, hatte drei Stunden dort verbracht, mit dem Gefängnisdirektor gesprochen, mit der Leiterin der Mutter-Kind-Abteilung, mit Insassinnen. Dann hat sie einen Text zu Papier gebracht, 6442 Zeichen; das ist etwas mehr als der Text, den Sie gerade lesen. Die Reportage erschien auf derStandard.at, Wolfs Honorar: ihr zufolge 100 Euro brutto.

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Die Stadt Wien braucht neue Lehrer, aber sie will sie nicht

Lehramtsstudenten, die schon vor dem Uniabschluss an Schulen eingestellt werden, Exlehrer, die zum Unterrichten aus der Pension zurückgeholt werden: Immer wieder war im letzten Schuljahr vom Lehrermangel die Rede. Doch als ein Wiener vergangene Woche beim Stadtschulrat vorstellig wurde, um sich als AHS-Lehrer zu bewerben, wurde er abgewiesen: Bewerbungen seien nur im April und Mai des Jahres möglich gewesen. Read More »

Warum AKH-Ärzte darum kämpfen, 60 Stunden pro Woche arbeiten zu dürfen

Es ist ein Arbeitskampf der ungewöhnlichen Art: Auf der einen Seite ein Arbeitgeber, der die Dienstzeiten seiner Mitarbeiter verkürzen will, auf der anderen ein Betriebsrat, der kürzere Dienste auf keinen Fall akzeptieren will. Gestritten wird um die Überstunden der Ärzte am Wiener Allgemeinen Krankenhaus. Read More »